Auch am Samstag wurde bei bestem Wetter ordentlich die Sau rausgelassen. Ich habe diesen Nachmittag / Abend an der Bühne an der oberen Nostitzstraße verbracht.
Ich kam gerade rechtzeitig, um noch den furiosen Abschluss von Chiha und Band aus Tunesien und Syrien mitzukriegen.
Anschließend mischte dann Dazaa Dazaa & Springwater das Publikum ordentlich auf und ließ es bis um 22:00Uhr anständig krachen. Hier ein paar Eindrücke, dann muss ich wieder los. Heute geht's weiter!
Das Bergmannstraßenfest ist eine feste Größe in Berlin. An drei Tagen finden rund um die Bergmannstraße auf 4 großen Bühnen und einigen kleineren Bühnen mittendrin diverse musikalische und sonstige kulturelle Acts statt.
Neben den Acts auf den großen Bühnen sind mir so einige Kleinigkeiten am Rande aufgefallen.
Pizza-Jongleur
Der Wind spielte diesem Pizza-Jongleur so manchen Streich, trotzdem erhielt er für seine wahrhaft erstaunliche Darbietung wohlverdienten Applaus.
Necati Seren mit Band
Mein persönlicher Favorit an diesem Freitag war Necati Seren mit seiner Gruppe. Mit ihrem Repertoire deckten sie eine unglaubliche Bandbreite an Musik-Richtungen ab. Im Stil der Gypsy-Kings spielten sie von türkischer Pop-Musik über Beatles, Louis Prima, Frank Sinatra so ziemlich alles, was das Party-Herz begehrte, in einer unglaublichen spielerischen Qualität, mit Liebe und mit Pfeffer.
Hier spielen sie "My Way".
Promille-Cops
Normalerweise sind Ordnungshüter auf Festen nicht unbedingt soo sehr beliebt, aber diese Promille-Cops, die für Mäßigung beim Alkoholkonsum Werbung machten, waren so entwaffnend charmant...
Peter Subway
Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist Peter Subway wohl eine feste Größe in der Berliner Musikszene. Leider habe ich gerade noch das letzte Stück von seiner Live und unplugged Performance mit Bassist am Rande des Festes mitbekommen.
Cooler Typ auf dem Motorrad
Dreimal dürft ihr raten, wer der unheimlich coole und lässige Typ auf der megageilen Harley ist ;-)
Aus Anlass der Feté de la Musique fand im Zille-Kiez, Berlin-Charlottenburg-Seelingstr., ein kleines feines Blues-Fest umsonst und draußen statt. Ich habe leider nicht von Anfang an alles mitbekommen. Es ging wohl schon am Nachmittag mit Aktivitäten für die Kleinen los.
Aber die musikalischen Highlights, denke ich, habe ich wohl mitbekommen. Und zu denen zählten auf jeden Fall die Lausitzblues Bulldogs aus der - wen wundert's - Lausitz. Sie legten eine enorme Spielfreude an den Tag und begeisterten mit ihrem erdigen und urigen Sound jung und alt.
In Berlin wird eigentlich das ganze Jahr über irgendwas gefeiert, und, um es mit Wowi zu sagen, "... das ist auch gut so!".
Zur längsten Nacht des Jahres findet regelmäßig am 21. Juni die Feté de la musique statt.
Auf unzähligen Bühnen finden zahlreiche Musikveranstaltungen statt, und die behördlichen Bestimmungen für Straßenmusik sind stark gelockert, und man kann, wenn man ohne PA musiziert, auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen in der Zeit von 16:00 bis 22:00 Musik machen. Ausgenommen sind natürlich Krankenhäuser und Altenheime.
Ursprünglich eine französische Idee, findet die Feté de la musique nicht nur in Berlin, sondern weltweit, neben zahlreichen europäischen Ländern auch in Australien, den USA und vielen weiteren Ländern statt.
Hier eine Dokumentation über die Anfänge der Fete:
Links:
www.fetedelamusique.de - Offizielle Website der Organisatoren. Hier finden sich auch Ansprechpartner für interessierte Musiker.
Wer mit dem Kürzel "PRZLBRG" jetzt nichts anfangen kann, hat sich gleich schonmal als Nicht-Berliner geoutet ;-)
Auch ich habe erstmal gestutzt, als mir dieses Kürzel (oder sowas Ähnliches) mal in einem Veranstaltungskalender untergekommen ist.
Der Prenzlauer Berg ist einer der angesagten Stadtteile Berlins. Es wimmelt nur so von jungen Leuten aus aller Welt, und ein Laden ist kultiger als der nächste. Außerdem ist PRZLBRG auch der kinderreichste Stadtteil Berlins. Manchen reicht das aber wohl nicht.
Hier ein schöner, eindrücklicher Beweis dafür, dass Graffiti nicht hässlich sein müssen. Gesehen irgendwo auf der Schönhauser Allee.
"Watt is datt denn? " ist die Frage, die sich einem als Norddeutschen unwillkürlich aufdrängt angesichts einer Gastronomietät, die sich mit diesem Firmenschild schmückt.
Der Blick an die Außenseite der Markise sorgt dann für die Erleuchtung: "Schall und Rauch" heißt der Laden in der Gleimstraße. Musste erstma drauf kommen, ne?
Als Berufsmusiker hat man es nicht immer leicht. Der Violinist Nick Wiedman übt in seinem Auto.
Übrigens macht er seine Sache recht gut. Oder wie seht ihr das?
Beim Karneval der Kulturen habe ich mir die gute Kamera von meiner Mutter ausgeliehen und ein paar Fotos geschossen. Eine Auswahl davon habe ich auf Flickr veröffentlicht.
Abseits der Hauptbühnen war auch so einiges los. Hier ein kurzer Mitschnitt des bunten Treibens auf der Hasenheide:
Am letzten Tag, kurz vor Schluss, ist dieses Video entstanden. Eine Samba-Truppe beim Chillen. War sehr entspannend ;-)